Zukunftsbilder

“We have decided not to aim for what we know
to be possible, but what we know to be necessary.
Our task now is to make the necessary possible.”
(Dan Jørgensen, Minister for Climate and Energy,
Denmark, 2019-12-05, The Guardian 2019-12-11)

Ziel des Projekts

Wie kann unsere Zukunft aussehen? Im vorliegenden Projekt wollen wir im ersten Schritte als Wissenschaftler*innen verschiedener Fachrichtungen, Künstler*innen, Kommunikator*innen und betroffener junger Menschen ins Gespräch kommen, vom Austausch profitieren, und die Ergebnisse dokumentieren. Im zweiten Schritt wollen wir dann den Austausch über eine gerechte und nachhaltige Zukunft für alle Menschen in die Breite der deutschen Gesellschaft führen. 

Hierzu entwickeln wir kurze, konkrete und verständliche Beschreibungen einer möglichen Zukunft im Jahr 2040 und der von heutigen Wähler*innen demokratisch wählbaren Möglichkeiten die uns dorthin bringen können. Mit Ausnahme eines „Weiter-so”-Bildes, versuchen alle Bilder plausibel darzulegen, wie und warum soziale und planetare Grenzen (z. B. Pariser Klima-Ziele oder Biodiversitätsziele) eingehalten werden können. Die Bilder sind selbstverständlich keine wissenschaftlich beweisbaren Vorhersagen oder perfekt konsistente Szenarien. Stattdessen entwickeln wir wissenschaftlich informierte Angebote von Möglichkeiten, die jeweils eine Gruppe von Expert*innen für konsistent und plausibel hält. Die Bilder spiegeln die gegenseitigen Abhängigkeiten gesellschaftlicher Prozesse und der Veränderung wirtschaftlicher und natürlicher Lebensgrundlagen wider. In Zusammenarbeit mit Künstler*innen machen sie eine erhoffte oder befürchtete Zukunft durch unterschiedliche Formate (Text, Bilder, Video, Aufführung, etc.) für eine breite Öffentlichkeit vorstellbar und kritisierbar. Letztliches Ziel ist es, durch eine intensivere Auseinandersetzung mit Lösungsmöglichkeiten Menschen zu konkreten politischen Handlungen zu bewegen.

Motivation

Wir benötigen eine Gesellschaftsform, welche die ökologischen, ökonomischen, sozialen und kulturellen Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen. Die aktuellen gesellschaftlichen Diskussionen und die geplanten Maßnahmen von Regierungen und der Wirtschaft sind ungenügend um eine solche nachhaltige Gesellschaftsform zu erreichen. Auch vielen Menschen innerhalb der Nachhaltigkeits- und Klimabewegung fehlt ein Überblick über wissenschaftlich plausible, angemessen wirksame Lösungsmöglichkeiten. Mit dem Projekt Zukunftsbilder wollen wir dazu beitragen, die öffentliche Debatte auf eine „angemessene Flughöhe“ zu heben. Um ein nachhaltiges Leben in der wenigen noch verfügbaren Zeit erreichen zu können, beschreiben wir die nötigen, mutigen und großen Schritte in mehreren Zukunftsbildern. Eines dieser Zukunftsbilder unter dem Arbeitstitel „Langsam“ schreibt als Kontrast die Geschichte symbolischer Maßnahmen und des Reformwillens der Mikroschritte fort.

Zielgruppe

Alle Menschen, welche die Klima- und Nachhaltigkeitskrise grundsätzlich als Problem ansehen, aber (noch) nicht bereit sind, etwas zu ändern, sei es aus Trägheit, Unwissenheit, oder weil sie von der Informationsflut überfordert sind und nicht wissen, welche die wichtigen Hebel sind, was realistisch ist und was unzureichende Wirkung hat.

Ein wichtiges sekundäres Ziel ist zudem die Beteiligung der verschiedenen For-Future-Bewegungen, das Miteinander-Sprechen und Voneinander-Lernen. Wir alle wollen interdisziplinär und über unsere eigene Lebenswelt hinaus denkend arbeiten – dies können wir hier gemeinsam tun.

Endergebnis

Die Zukunftsbilder werden in verschiedenen Formaten (u. a. auf einer bereits in Entwicklung befindlichen Website) angeboten. Sie sind eine Einladung sich untereinander auszutauschen, auf ihnen aufzubauen, inspiriert zu werden. Sie sind jedoch stets die Vorstellungen einzelner Teams und nicht „offizielle“ oder gar „abgesicherte“ Zukunftsbilder von Scientists for Future oder Artists for Future. 

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