Wärmepumpen werden der neue Standard für Gebäudeheizung

Berlin, 21.11.2022 | Wärmepumpen werden die neue Standardtechnologie für Gebäudeheizung. Ein neues Policy Paper der Scientists for Future (S4F) zeigt auf, dass diese Technologie für Neu- wie Altbauten die Basis künftiger Wärmeversorgung sein wird.

Raumwärme ist nach Daten der Agentur für erneuerbare Energien mit 25 % der Endenergie einer der größte Einzelposten im Energieverbrauch. Drastisch wurde uns das durch Putins Krieg vor Augen geführt, die explodierten Gaspreise stellen private Haushalte und Industrie vor große Probleme. Aber auch ohne den Krieg ist die Abkehr von fossiler Energie unausweichlich. Wärmepumpen sind dabei ein zentrales Werkzeug.

Wärmepumpen machen Umweltwärme aus der Luft, dem Erdreich und dem Grundwasser für das Heizen nutzbar. „Wärmepumpen können selbst bei winterlichen Temperaturen der Umgebungsluft noch Wärme entziehen,“ sagt S4F-Autor Jens Clausen. „Sie sind dabei sogar noch recht effektiv.“ Eine Wärmepumpe kann im Jahresmittel pro Kilowattstunde Strom drei bis vier, unter besonders günstigen Bedingungen auch fünf Kilowattstunden Wärme zum Heizen bereitstellen. Bereits heute wird  in über 50 % der Wohnungsneubauten die Wärme durch Wärmepumpen bereit gestellt. Die Studie der Scientists for Future zeigt zudem, dass sich auch ältere Bestandsgebäude mit Wärmepumpenanlage über die bereits vorhandenen Heizkörper beheizen lassen und nicht in jedem Fall aufwendig saniert werden müssen.


Die Studie findet sich hier: J. Clausen et al. (2022): „Wärmepumpen. Die klimaneutrale Wärmeversorgung im Neubau und für Bestandsgebäude“, Policy Paper der Scientist for Future.
https://info-de.scientists4future.org/waermepumpen/ , im Auftrag des Umweltbundesamts

Ansprechpartner: Dr. Jens Clausen,
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Tel.: +49 511 300 59 245