Koordination: Prof. Dr. Martin Müller & Dr. Michael Schön
Mitmachen
Die Regionalgruppe Ulm besteht derzeit aus 10 aktiven Mitgliedern und trifft sich in der Regel einmal im Semester an der Universität Ulm – manchmal auch virtuell.
Wir freuen uns immer über weitere Teilnehmende. Wenn Ihr bei uns mitmachen oder Euch informieren möchtet, meldet Euch gerne per mail: .
Vorträge
Wir bieten Vorträge zu verschiedenen Themen an. Die folgenden Vorträge können die benannten Mitglieder von S4f Ulm gerne auf Einladung in Ihrer Institution halten. Wir bitten um eine Anfrage per Mail mit dem Zeitpunkt und Ort des gewünschten Vortrages, sowie um die Zielgruppe. Wir leiten dies dann an die entsprechende Person zur Abstimmung weiter. Wir bitten um frühzeitige Meldung. Kurzfristige Anfragen sind meists nicht zu realisieren.
Prof. Dr. Susanne Kühl (Universität Ulm)
Vorträge auch mit praktischen Elementen oder als Workshop möglich
Vom Wissen zum Tun: Was brauchen wir, um umweltfreundlich zu handeln?
Beim Klimaschutz kommt dem Hochschulsektor eine bedeutende Rolle zu, wobei Bildung für nachhaltige Entwicklung ein Schlüsselelement darstellt. Im Vortrag werden verschiedene Ansätze zur Wissenschaftskommunikation und deren Wirksamkeit vorgestellt, um u.a. folgende Fragen zu klären: Hat die Integration von Umweltthemen in die universitäre Lehre einen Einfluss auf die Haltung Studierender? Welchen Effekt hat ein wissenschaftlicher Vortrag bei einer Zuhörerschaft? Wie können wir uns für ein umweltbewusstes Handeln begeistern?
Pestizide in Naturgewässern – schädlich oder nicht
Derzeit sind gut 40 % aller bekannter Amphibienarten akut vom Aussterben bedroht. Dem-gegenüber zeigen weltweit detektierte Messwerte von Pestiziden wie Glyphosat in Gewässerproben, dass aquatische Organismen mit Pestizidrückständen in Kontakt kommen können.
Im Vortrag wird am Beispiel des Herbizids Glyphosat aufzeigt, welche Auswirkungen Pestizide auf die embryonale Entwicklung der Kaulquappe haben können. Weiterhin werden wir besprechen, wie relevant die in unserer Studie eingesetzten Pestizidkonzentrationen für die Natur sind und ob der Einsatz von Pestiziden ein Grund für das Amphibiensterben sein könnte. Auch werden wir diskutieren können, welche Relevanz unsere Daten für den Menschen haben.
Prof. Dr. Dr. h.c. Marian Kazda (Universität Ulm)
Positive Rückkoppelungen im Klimawandel – warum müssen wir handeln?
/eine „positive Rückkoppelung“ ist ja gar nicht „positiv“, da sie verstärkend wirkt/
Wald und Boden – was leisten sie im globalen Kohlenstoffhaushalt?
/beide können Kohlenstoff im großen Umfang speichern aber bei Störungen auch freisetzen/
Was haben Deponien, Moore und Biogasanlagen gemeinsam und was nicht?
/ein spannendes Umweltthema über Müll, Naturschutz und regenerative Energie
Prof. Dr. Axel Groß (Universität Ulm)
Wasserstoff oder Batterie: elektrochemische Herausforderungen der Energiewende
Es herrscht eine sehr intensive Diskussion, was die am meisten geeigneten Energieträger für eine nachhaltige Energieversorgung sind. In diesem Beitrag werden Wasserstoffspeicher und Batterien verglichen, vor allem was ihre Energieeffizienz betrifft. Dabei stellt sich heraus, dass es vor allem auf die spezifische Anwendung ankommt.
Der effizienteste Akku aus Sicht der theoretischen Chemie
Die Entwicklung von Li-Ionen Batterie startete vor 65 Jahren, es brauchte 30 Jahre, bis sie kommerziell einsatzbar waren. In diesem Beitrag wird gezeigt, wie quantenchemische Simulationen helfen können, verbesserte Batterien zu entwickeln.
Prof. Dr. Ferdinand Scholz (ehemals Institut für Funktionelle Nanosysteme, Universität Ulm)
Wie funktionieren Solarzellen?
Mit Solarzellen auf Halbleiterbasis kann Sonnenlicht sehr effizient in elektrischen Strom gewandelt werden. Sie sind somit ein ganz wesentlicher Baustein hinsichtlich einer klimaneutralen Zukunft. In meinem Vortrag will ich erklären, wie Solarzellen physikalisch und technisch funktionieren. Dadurch lässt sich verstehen, warum die maximal mögliche Effizienz von einfachen Solarzellen auf ca. 30% begrenzt ist. Mögliche Konzepte zu deutlich höheren Wirkungsgraden sollen ebenfalls beleuchtet werden. Zudem müssen in der alltäglichen Anwendung weitere Faktoren wie beispielsweise die Ausrichtung der Zellen bezüglich der Sonne beachtet werden.
Prof. Dr. Martin Müller
Narrative für eine nachhaltige Gesellschaft?
Nachhaltige Unternehmensführung
Prof. Dr. Steven Jansen
Die Folgen des Klimawandels auf das Pflanzenwachstum
M.Sc. B.Eng. David Langer (Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm Netze GmbH)
Schwerpunkt Netzsimulation, Sektorenkopplung und Erneuerbare Energien (LinkedIn)
Flexibilität von Leistung im Energiesystem
Flexibilität ist eine zentrale Fähigkeit in einem dezentral betriebenen Energiesystem, das auf volatiler Leistungsbereitstellung aufgebaut ist. Der Begriff Flexibilität erfährt dabei in dem Kontext der Energiewende vielseitige Verwendung, was immer wieder zu Missverständnissen führt. Dies wird im Vortrag eingeordnet, beschrieben und dessen Notwendigkeit dargestellt.
Gasnetztransformation (Wasserstoff)
Wasserstoff hat vielseitige Anwendungsfälle, welche sehr gut mit den Anforderungen der Energiewende vereinbar sind. Er ist umfangreich verfügbar, nachhaltig einsetzbar, technologisch gut erforscht und überwiegend mit vorhandener Infrastruktur kombinierbar. Die Nutzung von Wasserstoff in Gasverteilnetzen, z.B. in Städten, ist jedoch kein Selbstläufer. Die Transformation eines Erdgasnetzes in ein Wasserstoffnetz bring vielseitige Aufgaben und neu Herausforderungen für Verteilnetzbetreiber.
Sektorenkopplung in der Netzberechnung
Netzsimulation ist ein zentrales Werkzeug zur Bewertung von Infrastruktur. Im Zuge einer nachhaltigen Energieversorgung verändert sich die elektrische Bereitstellung von Leistung von einem vollständig zentral versorgten System zu einem überwiegend dezentralen System, was die Simulation von Verteilnetzen in Städten besonders in den Fokus rückt. Neue Betriebsweisen von Technologien mit Flexibilität und Speichereigenschaften, welche häufig als Schnittstellen zwischen verschiedenen Netzen, z.B. Strom, Gas, Wärme, müssen dabei in der Simulation integriert und bewertet werden.
Dr. univ. Gudrun Weinmayr (Universität Ulm)
Gesundheitsbenefits von Klimamaßnahmen (Luftverschmutzung, körperliche Bewegung – auch als Workshop möglich)
Die Klimaerwärmung steht auf vielfältige Weise mit unserer eigenen Gesundheit und der unserer Liebsten in Zusammenhang. Die meisten der Auswirkungen sind in der Öffentlichkeit nur begrenzt oder gar nicht bekannt. Zusätzlich gibt es Möglichkeiten für absolute Win-Win-Situationen: Die Bekämpfung der Ursachen der globalen Klimaerwärmung bewirkt dabei einen direkten und sofort spürbaren Vorteil für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden.