Die klimapolitische Herausforderung für die EU
Seit dem ersten Tag ihrer Amtszeit hat die Trump-Administration die klimapolitischen Weichen neu gestellt. Welche Auswirkungen die neue Ausrichtung der USA direkt und indirekt auf die europäischen Klimaziele, die Wirtschaft und internationale Kooperationen hat, haben Prof. Michele Knodt und Dr. Terenzio Facchinetti analysiert.
Die Zusammenstellung und Analyse klimapolitischer Entscheidungen und Ankündigungen des US-Präsidenten während seiner ersten 100 Tage im Amt macht deutlich, wie stark Donald Trumps Klimapolitik von Populismus, Nationalismus und der Nähe zur fossilen Energieindustrie geprägt ist. Unter dem Motto „America First“ setzt er auf die Förderung von Öl, Gas und Kohle, um wirtschaftlich abhängige Regionen zu unterstützen und seine politische Basis zu festigen. Wissenschaftliche Erkenntnisse spielen dabei kaum eine Rolle – der menschengemachte Klimawandel wird infrage gestellt, internationale Abkommen wie das Pariser Klimaabkommen werden abgelehnt. Trumps Maßnahmen folgen vor allem den Interessen der Energiebranche, die ihn politisch und finanziell unterstützt. Langfristig gefährdet dieser Kurs den globalen Klimaschutz, schwächt Umweltstandards und untergräbt die internationale Glaubwürdigkeit der USA. Die Folge sind verzögerte Klimaziele, steigende Emissionen sowie ernsthafte ökologische und gesundheitliche Risiken. Trumps Politik steht damit im klaren Widerspruch zu einem wissenschaftlich fundierten Klimaschutz.
Prof. Dr. Michèle Knodt, TU Darmstadt, Institut für Politikwissenschaft – Vergleichende Analyse politischer Systeme und Integrationsforschung
Dr. Terenzio Facchinetti, …, RG Darmstadt
Link zum Vortrag: Trumps Angriff aufs Klima – Die klimapolitische Herausforderung für die EU