Scientists und Teachers for Future der Fachgruppe Schule fordern die Landesregierungen, Bildungsministerien, Schulträger und Schulleitungen auf, gemeinsam dafür zu sorgen, dass Kinder und Jugendliche auch während künftiger Hitzewellen sicher lernen und Beschäftigte betreuen, lehren und arbeiten können.
„Extreme Hitze ist in Deutschland und Europa längst keine abstrakte Zukunftsgefahr mehr. Der fast zwei Monate andauernde Hitzesommer mit sechs aufeinander folgenden Hitzewellen mit Temperaturen von bis zu 41 °C in diesem Jahr hat die gesundheitlichen und infrastrukturellen Belastungen deutlich sichtbar gemacht,“ so die Autor:innen. Der Sommer 2026 markiere dabei einen traurigen Höhepunkt nach den Hitze- und Dürresommern der Jahre 2018, 2019 und 2022 und übertreffe noch den „Jahrhundertsommer“ 2003.
Die Wissenschaftler:innen der Fachgruppe Schule und die Teachers for Future raten deshalb zu stärkeren und dauerhafteren Maßnahmen. Hitzeschutz sei eben nicht nur eine Frage des Komforts. Er ist Bestandteil von Kinderschutz, Gesundheitsschutz, Arbeitsschutz, Bildungs- und Chancengerechtigkeit sowie der Aufrechterhaltung des Bildungs- und Betreuungsbetriebs. „Damit ist er eine wichtige Investition in die jüngste Generation und damit in unser aller Zukunft“ bekräftigt Brigitte Suchanek von Scientists for Future.
Scientists for Future der Fachgruppe Schule und Teachers for Future fordern die Landesregierungen, Bildungsministerien, Schulträger und Schulleitungen auf, Hitzeaktionspläne für alle Einrichtungen zu entwickeln, sowohl für kurzfristig umsetzbare als auch für langfristige nachhaltige Investitionen in die Gebäudeinfrastruktur. Dazu zählen insbesondere verbesserter Sonnenschutz, sowohl an der Gebäudefassade, als auch im Außengelände, eine ausreichende Kühlung der Innenräume möglichst unter 26 °C und die Sicherstellung einer ausreichenden Trinkwasserversorgung. Bei Raumtemperaturen ab 30 °C sollten Unterrichtszeiten angepasst werden („Hitzefrei“).“
Die Wissenschaftler:innen betonen ausdrücklich, dass Anpassungsmaßnahmen auf Dauer unzureichend sind, wenn vorbeugender Klimaschutz nicht wieder Priorität im Regierungshandeln erhält.
Dazu gehört die
- konsequente Weiterführung der Energiewende,
- Förderung erneuerbarer Energien und der E-Mobilität,
- Durchführung von Renaturierungsmaßnahmen als vorbeugenden Klimaschutz.
Die gesamte Stellungnahme finden Sie hier.
Ansprechpartnerin:
Brigitte Suchanek, S4F Fachgruppe Schulen: