Klimastreik: Beteiligungsaufruf zur großen Herbstdemo am 20. September 2025

Scientists for Future demonstrieren mit FFF unter dem Motto #ExitGasEnterFuture 

Die Klimakrise ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit, und schon jetzt betrifft sie uns alle. Am Samstag, dem 20. September, ruft Fridays for Future bundesweit zur großen Herbstdemonstration auf. Wir möchten euch herzlich einladen, sich ihnen anzuschließen und gemeinsam ein starkes Zeichen für entschlossenes Handeln zu setzen.

Eine Übersicht über die Demonstrationszeiten und -orte findet ihr hier: https://fridaysforfuture.de/klimastreik/

Mit besten Grüßen (alphabetisch): Prof. Dr. Pietro P. Altermatt, Universität Oxford, UK; Prof. Franz Baumann, Ph.D., Georgetown University, Washington, DC; Prof. Jan Blieske, Hochschule Wismar; Dr. Friedrich J. Bohn, Helmholtz Zentrum für Umweltforschung – UFZ, BAM! Bock auf Morgen; Dr. Heiko Brendel, Universität Tübingen; Dr. Holger Busche, SEL; Assoc. Prof. Dr. Kirsten von Elverfeldt, HeiGIT, Heidelberg; Prof. em. Dr. Wolfgang Ertel, Hochschule Ravensburg-Weingarten; Prof. Dr. Daniel Gembris, S4F Dresden; Dr. Christoph Gerhards, S4F Leipzig; Prof. i.R. Dr. Reinhard Guthke, Hans-Knöll-Institut Jena; Dr. Gregor Hagedorn, Museum für Naturkunde – Leibniz-Institut für Evolutions- und Biodiversitätsforschung; Prof. Dr. Stefan Heiland, TU Berlin; Prof. Dr. Martin Hundhausen, Friedrich-Alexander-Universität, Erlangen; Dr. Klaus Jäger, Biochemiker im Ruhestand; Apl. Prof. Dr. Ulrike Jordan; Prof. Dr. Jens Junge, Institut für Ludologie; Prof. Dr. Claudia Kammann, Hochschule Geisenheim University; Dr. Constantin von Nicolai, Universität Tübingen; Prof. Dr. Volker Quaschning, HTW Berlin; Prof. Dr. Henning Rust, Freie Universität Berlin; Dr. Thomas Seifert, Vorstand des Fördervereins der Scientists for Future; Prof. Dr. Dr. Martina Schäfer, Zentrum Technik und Gesellschaft der TU Berlin; Dr. Lorena Valdivia Steel, S4F FG Bauen-Wohnen-Habitat; Dr. Volker Stelzer, KIT; Dr. Bernhard Steinberger, GFZ Helmholtz Zentrum für Geoforschung; Prof. Dr. Katja Tielbörger, Universität Tübingen; Dr. med. Katharina Truschinski, Universitätsmedizin Mainz; Prof. Dr. Doris Vollmer, MPI für Polymerforschung

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Bitte beachtet noch die folgenden EINZELBEITRÄGE:

1. Jetzt erst recht! (Dr. Friedrich J. Bohn, Helmholtz Zentrum für Umweltforschung – UFZ, BAM! Bock auf Morgen)

2. Kleine Schritte, große Wirkung (Assoc. Prof. Dr. Kirsten von Elverfeldt, HeiGIT)

3. Die stille Mehrheit ist für Klimaschutz (Dr. Klaus Jäger, Biochemiker im Ruhestand)

4. Bürgerbeteiligung am Gasausstieg(Prof. i.R. Dr. Reinhard Guthke, Hans-Knöll-Institut Jena)

5. Erneuerbare haben Zukunft (Prof. Franz Baumann, Ph.D., Georgetown University, Washington, DC)

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1. Jetzt erst recht! (Dr. Friedrich J. Bohn, Helmholtz Zentrum für Umweltforschung – UFZ, BAM! Bock auf Morgen)

Die Erdsystemkrise ist keine ferne Bedrohung mehr – sie betrifft uns längst im Alltag. Dürren, Fluten, Plastikmüll, landschaftliche Degradierung, der Verlust von Arten und ökologische Kipppunkte gefährden nicht nur unsere Lebensgrundlagen, sondern auch wirtschaftliche Stabilität, soziale Sicherheit und demokratische Resilienz. Kurzfristiges Denken und weiteres Zögern erhöhen nur die Kosten für alle. Was wir brauchen, ist eine kluge, langfristige und nachhaltige Strategie in Politik, Wirtschaft und jedem privaten Handeln. Der Schutz des Erdsystems ist keine Last, sondern die Chance, unseren Wohlstand zu erhalten. Deshalb: Kommt alle zur Klima-Demo! Zeigen wir gemeinsam “jetzt erst recht” – und strengen uns nach der Demo noch mehr an.

2. Kleine Schritte, große Wirkung (Assoc. Prof. Dr. Kirsten von Elverfeldt, HeiGIT)

In den letzten Jahren wurde immer deutlicher, dass Extremwetter und Naturkatastrophen nicht nur “andere irgendwo” betreffen, sondern uns und hier, und dass sich uns vertraute, idyllische Regionen in Katastrophengebiete verwandeln. Diese Entwicklungen sind Ausdruck der menschengemachten Klimakrise.

In meinem beruflichen Alltag treffe ich überall Menschen, die ganz konkrete, positive Veränderungen bewirken. Auch hier gilt: Die Menge macht’s, denn aus vielen kleinen Veränderungen kann Großes entstehen. Am 20. September demonstriere ich, damit neben den vielen kleinen Veränderungen auch Druck für große Veränderungen entsteht. Denn wir brauchen beides. Jetzt.

3. Die stille Mehrheit ist für Klimaschutz (Dr. Klaus Jäger, Biochemiker im Ruhestand)

Die große Mehrheit der Menschen wünscht sich mehr Klimaschutz, selbst wenn dieser mit Kosten verbunden ist. Bis zu 89 % fordern von ihren Regierungen wirksamere Maßnahmen gegen die Klimakrise. 69 % der Befragten gaben an, sogar bereit zu sein, bis zu 1 % ihres Einkommens dafür einzusetzen.

Vielen ist nicht bewusst, dass so viele Menschen ähnlich denken. Oft entsteht der Eindruck, Klimaschutz sei nur ein Anliegen einer Minderheit. Diese Fehleinschätzung schwächt die gesellschaftliche Unterstützung und bremst die politische Dynamik aus.

Die Zahlen zeigen jedoch klar: Die Zustimmung zum Klimaschutz ist weltweit sehr hoch. Entscheidend wird nun sein, diese breite Mehrheit sichtbar zu machen, damit Politik und Gesellschaft entsprechend handeln.

4. Bürgerbeteiligung am Gasausstieg(Prof. i.R. Dr. Reinhard Guthke, Hans-Knöll-Institut Jena)

Die Klimademo am 20. September 2025 hat das Motto #ExitGasEnterFuture. #ExitGas ist für viele Menschen ein sensibles Thema. Die sozial gerechte und klimaneutrale Wärmeversorgung gelingt durch Wärmepumpen, Strom und Wasserstoff aus Wind-, Sonnen- und Bioenergie, sowie durch die Nutzung von Ab- und Umweltwärme (Luft, Fluss-, See-, Geothermie usw.). Dieser Weg muss durch gute Kommunikation und Bürgerbeteiligung begleitet werden; genau das bedeutet „EnterFuture“. In Jena kooperieren dafür u. a. die Stadt Jena, die Klimaschutzagentur Jena gGmbH, die Jenaer Stadtwerke und die BürgerEnergie Jena eG. Die Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürger am „#ExitGasEnterFuture“ ist essentiell für das Gelingen der Wärmewende.

5. Erneuerbare haben Zukunft (Prof. Franz Baumann, Ph.D., Georgetown University, Washington, DC)

China produziert so viel Solar- und Windenergie wie der Rest der Welt zusammen, hat preiswerte E-Autos im Angebot und hängt die „technologieoffen“ den Verbrenner pflegende deutsche Autoindustrie ab. Wir müssen betonen, dass kluge Klimapolitik und kluge Wirtschaftspolitik Kehrseiten einer Medaille sind: Zukunftsträchtige Arbeitsplätze und weniger Einnahmen für Autokraten. Sonne und Wind schicken keine Rechnung. Lasst uns den Rechtspopulisten mit einer positiven Botschaft den Wind aus den Segeln nehmen.

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